Wasserhund

Barbet - Der französische Wasserhund

Paminas Mama - Zola
Zola - Paminas Mama

Der Barbet ist heute eine der seltensten Hunderassen und ich möchte dazu beitragen, dass diese tollen Hunde wieder beliebter werden, denn der Barbet hat sehr viele Vorteile, die ich ihnen kurz vorstellen möchte.

Barbet beim apportieren
Pamina mit ihrer Mutter Zola

Der Barbet als Familien- und Therapiehund

Der Barbet ist intelligent, führerbezogen und fügt sich mit seiner liebevollen und verspielten Art hervorragend in das Familienleben ein. Diese sehr enge Bindung zum Menschen wird über das gemeinsame Training geknüpft und macht ihn, in Verbindung mit seiner sehr guten Nase, geeignet als Diabetes- oder Epilepsiewarnhund.
Er hat ein sehr freundliches Wesen und geht einfühlsam auf Menschen zu. Daher wird er auch vermehrt in der tiergestützten Psychotherapie  oder auch als Schulhund eingesetzt.

Ursprung des Barbet

Ob portugiesische Seefahrer oder maurische Eroberer den Urahn des Barbets mitgebracht haben, ist unklar. Erste Aufzeichnungen gehen auf das Jahr 1683 zurück. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war der Barbet weit verbreitet und diente vor allem der französischen Landbevölkerung als universell einsetzbarer Begleiter.

Der Barbet gehört zu den Wasserhunden. Das heißt, er wurde als Jagdbegleiter vor allem für die Jagd auf Wasservögel gezüchtet und sollte dem Jäger die Vögel im Schilf aufstöbern und nach dem Schuss aus dem Wasser apportieren. Bei den Jägern sind aber andere Hunderassen beliebter und der Einsatz eines Barbets als Jagdbegleiter spielt heute eine eher untergeordnete Rolle.

Mitte des 20. Jahrhunderts ließ das Interesse am Barbet nach und er verschwand fast vollständig. Erst in den 1970er Jahren keimte das Interesse am Barbet wieder auf und nimmt seither beständig zu.

Der Barbet soll an der Entstehung vieler anderer Rassen beteiligt sein z.B. Pudel, dem Deutsch Drahthaar, dem Pudelpointer, dem Griffon und dem Irischen Wasserspaniel.

Nicht haarende Rasse – Allergikergeeignet?

Der Barbet gehört zu den „nicht haarenden“ Hunden. Dadurch wird er auch von vielen (aber nicht von allen) Tierhaarallergikern vertragen. Das muss man individuell am jeweiligen Hund testen.
Die nicht haarenden Hunde haben keine Fellwechsel wie andere Hunderassen, sondern erneuern ihre Haare, ähnlich wie wir Menschen, permanent. Die alten Haare bleiben hier im lockigen Fell hängen und müssen regelmäßig ausgebürstet werden, sonst verfilzt das Fell mit der Zeit.

Größe und Farben des Barbets

Größe:
Hündinnen: 53-61cm
Rüden: 58-65 cm

Farben:
Einfarbig schwarz, grau, braun, lohfarben (falb), sandfarben, weiß oder mehr oder weniger gescheckt. Alle Schattierungen von lohfarben und sandfarben sind erlaubt. Die Schattierung sollte vorzugsweise am ganzen Körper dieselbe sein.

Oh Gott – ein Jagdhund!

Ja, der Barbet ist ein Jagdhund – wie fast alle Hunde. Auch wenn die meisten Rassen heute nicht mehr als Jagdhund eingesetzt werden, haben die meisten Hunde einen Jagdtrieb.

Allerdings möchte kein Jäger, dass sein Jagdhund alleine auf die Jagd geht. Er soll seine Arbeit erledigen, wenn er den Befehl dazu bekommt und bis dahin geduldig warten. Dieser Gehorsam wird bei keiner Rasse angeboren, sondern beruht auf Training. Eine sehr gute Trainingsmöglichkeit ist hier das Apportiertraining, bei dem die Impulskontrolle des Hundes gestärkt und die oben beschrieben Bindung zwischen Hund und Mensch geknüpft wird.